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| Info zu seinem Programm Alzheimer im Wunderland (April 2000): |
MARTIN BUCHHOLZ (Berlin)
Alzheimer im Wunderland - Solo-Kabarett
Deutscher Kabarett-Preis 1997
Deutscher Kleinkunst-Preis 1990 (Sparte Kabarett)
Martin Buchholz macht sich gemeinsam mit Herrn Alzheimer auf die Zeitreise
ins neue Jahrtausend mit ein paar Abstechern ins alte Jahr hundert. Dabei
ist er zugleich mal wieder als Wanderer zwischen allen deutschen Welten unterwegs.
Er läßt ständig etwas passieren und zwar Revue. Alle Passierscheine
werden gründlich kontrolliert: Er läßt nichts so einfach durchgehen. Eine unmögliche Vergangenheit und eine immerhin noch mögliche Zukunft werden dabei kritisch beäugt. Warum haben wir all das, was passiert ist, einfach so passieren lassen? Und was muß noch passieren, damit endlich was passiert?
Aber wie will das neue Jahrhundert das alte wohl übertrumpfen? Das hat
nämlich ganze Arbeit geleistet: Die Titanic ist gesunken; jetzt werden
die Eisberge zur Strafe im Ozonloch weggeschmolzen. Rex Gildo ist hin. Die
DDR ist längst ata-ata. Selbst Helmut Kohl grübelt mittlerweile
über den Absprung ab: Hossa! Hossa! Monica Lewinsky praktiziert nicht
mehr, Bill Clinton fühlt sich irgendwie ausgesaugt. Lady Di ist verscharrt,
das Tamagotchi verhungert, Steffi Graf desertiert und auch Adolf Hitler hat
schon lange nicht mehr im Stern geschrieben.
Vorbei und vergessen! Das neue Jahrhundert stellt uns neue drängende
Fragen: Wird Gerhard Schröder als virtuelle Erscheinung wieder in die
Tiefen des eigenen Hohlraums abtauchen? Können die Grünen ihre feminine
Doppelspitze endlich populär besetzen oder wird sich Verona Feldbusch
weiterhin weigern, mit Naddel zusammenzuarbeiten? Wird die FDP bei der nächsten Bundestagswahl endgültig im Lokus des Vergessens mit einer einzigen Westerwelle hinweggespült? Wird der Ossi möglicherweise doch noch Euro-kompatibel? Oder wird er die neue Währung boykottieren, weil es für 2 D-Mark nur einen Euro gibt, weshalb der Ossi bei der neuen Währungsunion die alten Bedingungen fordert, also Umtausch 1:1?
Fragen über Fragen, die da im Raum stehen und die man dort am liebsten
stehen lassen würde. Doch Martin Buchholz ist als Lügen-gewohnter
Wahr-Sager unbarmherzig. Als tele-visionärer Fern-Seher macht er seine
aktuellen Zeit-Ansagen. Wer je das politische Kabarett totgesagt hat, der hat
diesen Mann noch nicht auf der Bühne erlebt, schrieb die Süddeutsche
Zeitung. Insofern gilt auch fürs nächste Jahrhundert die zeitlose
Wahrheit: Totgesagte leben länger.
| Info zu seinem Programm Akte Icke: Ein Alien packt aus - Ein Undeutsches Fluch-Objekt, zur Landung gebracht von Martin Buchholz (Januar 1999): |
MARTIN BUCHHOLZ (Berlin)
Akte Icke: Ein Alien packt aus - Ein Undeutsches Fluch-Objekt,
zur Landung gebracht von Martin Buchholz
Deutscher Kabarett-Preis 1997
Deutscher Kleinkunst-Preis 1990 (Sparte Kabarett)
Ein Gespenst geht mal wieder um ...
Das Grauen wabert und labert durch die pangermanischen Gaue, wo die vereinten
Stämme der Helmutanten hausen.
Das übliche Schweigen der Belämmerten wird jäh unterbrochen durch gellende Schreie des Entsetzens: Bloody Martin is back in town again!
Ja er ist's, Martin Buchholz, der Außergermanische. Ein Alien, aufgetaucht aus den Tiefen des teutonischen Hohlraums. Gnadenlos öffnet er die Akte Icke mit dem Kennzeichen D. Ein nervenzerfetzendes, hirnzellenätzendes Mystery-Event, eine unheimliche Begegnung der x-ten Art.
Sie erhalten Antworten, die Sie nie hören wollten, auf Fragen, die Sie nie gestellt haben: Könnten auf diesem Planeten vielleicht doch intelligente Wesen existieren? Stammt der Papst wirklich vom Affen ab - und wenn ja, welche Entschuldigung hat er dann gegenüber der Affenwelt? Ist Gerhard Schröder ein Wiedergänger von Uwe Barschel - und wenn ja, wann geht er endlich baden?
Doch die Frage aller Fragen ist und bleibt: Gibt es ein Leben nach dem Kohl?
Akte Icke: Ein Alien packt aus - demnächst in diesem Theater!
Was Buchholz macht und wie er es macht - das ist mehr als satirische Wortklauberei.
Es ist ein Denkereignis! Wer je das politische Kabarett totgesagt hat, hat
diesen Mann noch nicht auf der Bühne erlebt. Buchholz ist ein
messerscharfer Analytiker des wiedervereinigten Deutschlands, ein eloquenter
Sophist, dessen Gedanken sich auf noch unentdeckten Schleichwegen so kurios
durchs Hirn winden, daß sie ständig Geistesblitze auslösen.
(Süddeutsche Zeitung)
| Info zu seinem Programm Nichts als die Wahrheit - ein Bericht zur Lüge der Nation (April 1997): |
MARTIN BUCHHOLZ (Berlin)
Nichts als die Wahrheit - ein Bericht zur Lüge der Nation - Solo-Kabarett
Martin Buchholz macht mal wieder einen Punkt - diesmal nicht im Fernsehen, sondern live auf der Bühne. "Nichts als die Wahrheit!" So beschwört er die deutschen Nichtigkeiten in seinem "Bericht zur Lüge der Nation". Die Inhaltslosigkeit, das Nichts-Sagende ist längst der herrschende Maßstab - vielfach auch auf der Kabarett-Bühne. Und in der politischen Realität ohnehin: Da hat das Volk die freie, demokratische Wahl zwischen Nichts und Wieder-Nichts - also zwischen überhaupt nichts und dem Nichts als Über-Haupt. Und so steht auch Martin Buchholz vor dem gesamtdeutschen Nichts - und verkündet es als die Wahrheit auf seiner Tournee durch Ossi- und Wessi-Lande. Er ist ein Wanderer und Wunderer zwischen beiden deutschen Welten, eben ein Brandenburger Tor: "Ich bin ein immer noch geteilter Narr, ein halber Narr, ein deutscher Semi-Narr."
Dieses anhaltende pangermanische Spaltungsirresein ist sein Thema. Er erstellt ein Schizogramm der aktuellen Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten. Nach über einem halben Jahrzehnt deutscher Einheit zieht er eine Zwischenbilanz und kommt zu dem Schluß: "Nichts da! Das einzige, was uns Deutsche wirklich eint, ist der gemeinsame Sprung in der Schüssel, der germanische Ur-Sprung." Ein gesamtdeutscher Heimatabend steht also auf dem Programm. Martin Buchholz strebt dabei eine besonders lachhafte Wiedervereinigung an - und zwar jene zwischen Kopf und Bauch, die sich beim (selbst-)erkennenden Lachen unwillkürlich selbst einstellt als ein Aha-Erlebnis. Hier wird angedacht und angelacht gegen deutsche Ideologien, Igittologien und Ogottologien, um den teutonischen Bregen (Anm.: norddt. für Hirn) von seinen nationalen Macken mal wieder etwas zu entschlacken - getreu dem alten & neuen Martin-Buchholz-Motto: Was Bullrichsalz für die Verdauung, ist Buchholz für die Weltanschauung.
Wer je das politische Kabarett totgesagt hat, hat diesen Mann noch nicht erlebt. Buchholz ist ein messerscharfer Analytiker des wiedervereinigten Deutschlands, ein eloquenter Sophist, dessen Gedanken sich auf noch unentdeckten Schleichwegen so kurios durchs Hirn winden, daß sie ständige Geistesblitze auslösen. (Süddeutsche Zeitung 1996)
Was dieser Mann mit unseren Hirnwindungen und zugleich mit unserem Zwerchfell anstellt, ist hinterhältigste Vergnügung. (NDR)
Ein atemberaubendes Programm. (Neues Deutschland)
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